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Projektinhalt

Idee und Modell

Allgemein wird Ergonomie nach wie vor eher korrektiv angewandt. Ansätze konzeptiver Ergonomie lassen sich zwar in zahlreichen Industrieunternehmen erkennen: Zum einen werden kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) durch eine systematische Ergonomiebewertung unterstützt und zum anderen werden in Planungsprozessen über Checklisten erste physische Belastungsfaktoren abgeprüft. Was aber häufig fehlt, ist eine durchgängige Umsetzung, in der Erkenntnisse systematische auch an andere Prozessstellen rückgemeldet werden und ergonomische Prüfroutinen bereits stärker im Planungsprozess verankert sind.

Als Antwort darauf wurde innerhalb KoBRA ein Modell formuliert, in dem zunächst vier Module allgemein die Verwirklichung einer konzeptiven Ergonomie beschreiben (vgl. Abbildung). Sie reichen von der Einführung von Werkzeugen zur Bewertung physischer Belastung bis hin zu einer Produkt- und Produktionsplanung, die auch die Fähigkeitenseite der Mitarbeiter berücksichtigt. Diese Module, die je nach Unternehmensgröße und -situation unterschiedlich gestaltbar sind, sind im Modell als aufeinander aufbauende Schritte dargestellt. Abhängig vom jeweiligen Bedarf kann es aber – so zeigte das Projekt – auch sinnvoll sein, einzelne Module parallel einzuführen oder auch vorausgehende Module wieder aufzunehmen und zu verfeinern.

Die vier Module werden durch ein fünftes, quer dazu verlaufendes Modul ergänzt, das sich der Bewertung der durchgeführten Maßnahmen widmet und darüber zur weiteren Steuerung beitragen soll.


Das KoBRA-Modell zur Verwirklichung einer konzeptiven Ergonomie

Dieses sogenannte 4+1-Modell wurde im Projekt an Beispielen hinsichtlich seiner Anwendbarkeit, Praxistauglichkeit und Wirksamkeit erprobt, wobei der Schwerpunkt auf den ersten drei Modulen lag.

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